Den
vorherigen Beitrag habe ich ja, da ich nach dem hören der Diskussion recht bald weg musste, unkommentiert eingestellt daher noch ein paar Worte dazu: Der Beitrag ist eine Diskussion auf
BR-alpha über die Online-Durchsuchung mit dem
Bundesbeauftragten für Datenschutz,
Peter Schaar und verschiedenen Anrufern, neben "einfachen" Bürgern auch die
bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk. Ganz besonders interessant fand ich wie Schaar Fehler der Argumentation der Ministerin aufzeigt. Etwas schwer tut er sich jedoch bei der Anruferin, die nichts zu verbergen hat und meint, dass jeder, der sich nicht durchsuchen lassen will, eine Leiche im Keller habe - wobei es auch schwer ist mit Leuten, die diese Meinung so intensiv vertreten zu argumentieren. Aufgrund dieses Beitrags habe ich aus meinen Bookmarks nochmal einen
Telepolis Artikel rausgesucht der den passenden Titel
"Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten" trägt. Auch eine gute Lektüre zu dem Thema.
Monday, September 17. 2007 at 02:45 (Reply)
Durch eine weitere Ausweitung der Überwachungsmaßnahmen (Videoüberwachung, Telefonüberwachung, Onlinedurchsuchung) wird dem Bürger immer mehr bewusste, dass er nahezu durchgängig überwacht wird. Da normalerweise ein Bürger ungern negativ auffällt, wird er versuchen sich - beispielsweise in einer videoüberwachten Fußgängerzone - möglichst "normal" zu verhalten. Er wird warscheinlich nicht laut singend und tanzend herumlaufen, wenn er sich bewusste wird, dass dies gerade gefilmt wird. Er wird also indirekt in seiner Persönlichkeitsentfaltung eingeschränkt, da er nicht mehr frei agiert.
Hätte man beispielsweise eine stark ausgedehnte Online-Überwachung, und man selbst den Verdacht, man wird überwacht, wird man es sich doch zweimal überlegen, ob man die Webseite der APPD (alternativ pr0n, sexforen, etc) aufruft.
Dadurch verliert die Gesellschaft langsam ein Vielfalt. Diese jedoch ist für die Gesellschaft absolut wichtig. Wieviel Querdenker mit komischen Macken haben schon viel geleistet.
ps.: natürlich müsste man das Argument weiter ausführen und mit anschaulichen Beispielen füllen.